Papierofenbau

17.06.2010 :: Bau eines Papierofens

Am 17.06.2010 bauten einige Schüler der Roßweiner Mittelschule, im Rahmen des Ganztagesangebotes-Keramik, im Garten der Keramikwerkstatt Köhler in der Bahndammstarße 17 einen Papierofen und brannten darin selbst getöpferte Arbeiten.
Ein Papierofen besteht aus mehreren Lagen Katalogpapier, das mit Tonschlicker eingestrichen an einem Gerüst aus Holzstäben befestigt wird. Es sind 15- 20 Schichten nötig, um eine stabile Ofenhülle zu erhalten. Die Tonarbeiten befinden sich auf einem Rost im Inneren des Ofens, über einer Erdgrube. In dieser Grube wird nach Fertigstellung des Ofens ein kleines Feuer entzündet. Dabei trocknet der Ofen langsam. Nach ca. 3 Stunden kann man das Feuer stärker schüren. Das Holzgerüst im Inneren verbrennt und die Ofenhülle verfestigt sich.
Nach einer Brennzeit von etwa 5 Stunden haben wir das Feuerloch verschlossen und den Ofen abkühlen lassen. Beim Ausnehmen am übernächsten Tag konnten wir hart gebrannte Stücke entnehmen, die zum Teil eine Schwarzfärbung durch Kohlenstoffeinlagerung zeigten. Es wurden ca. 900 Grad/Celsius erreicht. Von den Keramikarbeiten mußten wir die Ascherreste entfernen. Nach dem Einreiben mit Bienenwachs zeigten sie einen schönen Glanz.